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Ratgeber Erschöpfungssyndrom

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Erschöpfungssyndrom
Diagnose eines Erschöpfungssyndroms

Um die Diagnose eines Erschöpfungssyndrom gesichert zu stellen, müssen andere Krankheiten, die die Erschöpfung verursachen können, mittels Laboruntersuchungen etc. ausgeschlossen werden. Dies liegt daran, dass es für das Erschöpfungssyndrom noch keine eindeutigen Tests gibt. Es erfolgt eine gründliche Anamnese, also ein Patientengespräch. Die Krankengeschichte wird herangezogen und die geistige und psychische Verfassung des Patienten wird geklärt. Der Arzt sucht nach typischen Symptomen der Erkrankung. Eine körperliche Untersuchung hilft, einzelne körperliche Symptome eines Erschöpfungssyndroms aufzudecken. Für die Diagnose einer Mitochondriopathie muss die Zellatmung überprüft werden. Dies geschieht im Rahmen von Laboruntersuchungen, z. B. anhand der LDH-Isoenzyme.

Diagnose eines Erschöpfungssyndroms

Die Diagnose eines Erschöpfungssyndroms ist oft schwierig. Es gibt bisher noch keine Möglichkeit, eine gesicherte Diagnose eines Erschöpfungssyndroms in kurzer Zeit – etwa mit beweisender Labordiagnostik, apparativer Diagnostik oder objektivierenden Untersuchungen – zu erstellen. Der Arzt kann aber über eine gründliche Anamnese (Patientengespräch), eine ausführliche körperliche Untersuchung und dem Ausschließen anderer Krankheiten zu der Diagnose Erschöpfungssyndrom kommen.

Wenn geklärt ist, dass keine andere Erkrankung die Erschöpfung verursacht, erfolgen gezielte abgestufte Laboruntersuchungen. Es werden zur Diagnose eines Erschöpfungssyndroms die Prozesse des Abwehrsystems untersucht, ebenso der Hormonhaushalt und etwaige toxikologische oder immuntoxikologische Probleme. Auch können Nahrungsmittelallergien oder -unverträglichkeiten die Ursache eines Erschöpfungssyndroms sein.

Mögliche Ursachen der Erschöpfung, die ausgeschlossen werden müssen

Um sicher zu der Diagnose eines Erschöpfungssyndroms zu kommen, müssen bestimmte Erkrankungen, die eine Erschöpfung und die entsprechenden Symptome auslösen können, ausgeschlossen werden. Zu diesen Krankheiten gehören:

  • Schilddrüsenunterfunktion
  • Schlafstörungen
  • Autoimmunerkrankungen
  • Krebs
  • Herzkrankheiten
  • Lungenkrankheiten
  • Nierenerkrankungen
  • Krankheiten im Magen-Darm-Bereich
  • Stoffwechselstörungen
  • Virusinfektionen
  • Depressionen
  • Rheumatische Erkrankungen

Eine Depression kann Ursache für die Müdigkeit sein und umgekehrt.

Hinweise auf die Diagnose eines Erschöpfungssyndroms nach Ausschluss anderer Krankheiten

Der Arzt wird, wenn andere Erkrankungen negativ getestet wurden, nach folgenden Hinweisen für die Diagnose eines Erschöpfungssyndroms suchen:

  • Die Erschöpfung und die Symptome dauern länger als ein halbes Jahr
  • Schlaf ist nicht erholsam
  • Es finden sich psychische oder physische Symptome, die die Erschöpfung begleiten
  • Die private und berufliche Lebensqualität und Leistungsfähigkeit sind deutlich eingeschränkt

Die Diagnose eines Erschöpfungssyndroms in sechs Schritten

Folgendes nimmt der Arzt bei der Diagnose eines Erschöpfungssyndroms vor:

  • Patientengespräch, um die bisherige Krankengeschichte abzufragen und dort nach Ursachen zu suchen
  • Gespräch oder mündlicher Test, um die geistige und psychische Verfassung zu klären
  • Körperliche Untersuchung auf der Suche nach Symptomen eines Erschöpfungssyndroms (z. B. im Hals oder an den Lymphknoten)
  • Laboruntersuchungen, um andere Ursachen der Erschöpfung auszuschließen
  • Liegen Anzeichen für eine andere Diagnose als die eines Erschöpfungssyndroms vor, muss hier weiter untersucht werden, um dies zu bestätigen
  • Der Betroffene ist von einem Erschöpfungssyndrom betroffen, wenn die oben genannten Kriterien erfüllt sind und mehrere der typischen Symptome vorliegen

Diagnose einer Mitochondriopathie

Hier ist zwischen der angeborenen und der erworbenen Form zu unterscheiden. Die Zellatmung hängt von vielen Stoffen ab: Zink, Vitamin-B-Komplex, Selen, Omega-3-Fettsäuren etc. Man muss nicht alle Parameter untersuchen. Meist genügt es, z. B. in Gestalt der LDH-Isoenzyme die Zellatmung zu testen.

Fedor Singer

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Menschen mit Erschöpfungssyndrom leiden oft unter großen körperlichen und psychischen Belastungen. Oft tritt auch sozialer Druck hinzu. Manchmal versuchen die Betroffenen daher, die Erkrankung und die Symptome zu verheimlichen. Angst vor Arbeitslosigkeit und die Unfähigkeit zu arbeiten, können zu materiellen Ängsten führen. Ein Energiemanagement ist sinnvoll, wenn nur eingeschränkt Kräfte zur Verfügung stehen. Man sollte sich an den eigenen Energiehaushalt anpassen, diesen akzeptieren und regelmäßig leichte Belastung vornehmen. Ein gut strukturierter Tagesplan ist eines der Ziele der Therapie beim Erschöpfungssyndrom.

Zur Entstehung eines Erschöpfungssyndroms gibt es verschiedene Vermutungen, aber noch keine gesicherten Erkenntnisse. Oft liegt eine genetische Veranlagung vor. Gehirnveränderungen und Stresshormone können die Krankheit auslösen. Die psychische Verfassung des Patienten spielt eine Rolle, ebenso etwaige Lebenskrisen oder Traumata aus der Kindheit. Stress beeinflusst die Krankheit negativ. Manche Forscher vermuten, dass ein Virus für das Erschöpfungssyndrom verantwortlich ist. Störungen des Immunsystems des Menschen kommen ebenfalls als Ursache infrage. Oft besteht ein Zusammenhang zwischen dem Erschöpfungssyndrom und einer Mitochondriopathie.

Diagnose Erschöpfungssyndrom

Um die Diagnose eines Erschöpfungssyndrom gesichert zu stellen, müssen andere Krankheiten, die die Erschöpfung verursachen können, mittels Laboruntersuchungen etc. ausgeschlossen werden. Dies liegt daran, dass es für das Erschöpfungssyndrom noch keine eindeutigen Tests gibt. Es erfolgt eine gründliche Anamnese, also ein Patientengespräch. Die Krankengeschichte wird herangezogen und die geistige und psychische Verfassung des Patienten wird geklärt. Der Arzt sucht nach typischen Symptomen der Erkrankung. Eine körperliche Untersuchung hilft, einzelne körperliche Symptome eines Erschöpfungssyndroms aufzudecken. Für die Diagnose einer Mitochondriopathie muss die Zellatmung überprüft werden. Dies geschieht im Rahmen von Laboruntersuchungen, z. B. anhand der LDH-Isoenzyme.