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Ratgeber Erschöpfungssyndrom

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Erschöpfungssyndrom
Entstehung eines Erschöpfungssyndroms

Zur Entstehung eines Erschöpfungssyndroms gibt es verschiedene Vermutungen, aber noch keine gesicherten Erkenntnisse. Oft liegt eine genetische Veranlagung vor. Gehirnveränderungen und Stresshormone können die Krankheit auslösen. Die psychische Verfassung des Patienten spielt eine Rolle, ebenso etwaige Lebenskrisen oder Traumata aus der Kindheit. Stress beeinflusst die Krankheit negativ. Manche Forscher vermuten, dass ein Virus für das Erschöpfungssyndrom verantwortlich ist. Störungen des Immunsystems des Menschen kommen ebenfalls als Ursache infrage. Oft besteht ein Zusammenhang zwischen dem Erschöpfungssyndrom und einer Mitochondriopathie.

Entstehung eines Erschöpfungssyndroms

Die Entstehung eines Erschöpfungssyndroms wurde bisher noch nicht abschließend erforscht. Daher weiß man über die Ursachen für die Entstehung eines Erschöpfungssyndroms nicht genau Bescheid. Wenn die Erschöpfung länger als ein halbes Jahr dauert, ist ein Erschöpfungssyndrom chronisch. Dann ist es besonders wichtig, individuelle Faktoren, die als Ursachen eines Erschöpfungssyndroms infrage kommen, abzuklären.

Viele Forscher gehen davon aus, dass eine genetische Veranlagung eine Rolle spielt. Auch Veränderungen im Gehirn werden als ursächlich für die Entstehung eines Erschöpfungssyndroms angenommen. Bestimmte Stresshormone stehen in dem Verdacht, die Krankheit auszulösen oder zu fördern.

Viele der Betroffenen haben eine psychische Veranlagung (Disposition), die die Entstehung eines Erschöpfungssyndroms begünstigt. Auch Krisen im Leben des Betroffenen wie Verlusterlebnisse, Arbeitslosigkeit, Trennungen, Scheidungen, Kindheitstraumata etc. sind ursächliche Faktoren. Eine weitere mögliche Ursache ist eine Virusinfektion. Stress hat einen negativen Einfluss auf die Entstehung und den Verlauf eines Erschöpfungssyndroms. In manchen Fällen gehen der Entstehung eines Erschöpfungssyndroms Infekte, schwere Erkrankungen oder Operationen voraus. Da die Ursachen noch nicht genau erkannt worden sind, kann ein Erschöpfungssyndrom nach gegenwärtigem Kenntnisstand auch noch nicht therapiert werden. Lediglich die Symptome werden behandelt.

Entstehung eines Erschöpfungssyndroms und das Abwehrsystem

Ein beeinträchtigtes Abwehrsystem oder auch seine dauerhafte Aktivierung kann die Entstehung eines Erschöpfungssyndroms fördern. Wenn das Abwehrsystem fehlgesteuert ist, können die Wechselwirkungen zwischen Abwehrsystem, zentralem Nervensystem und Hormonen mit den Schlafphasen und Wachphasen bzw. den Phasen der Anstrengung und denen der Ruhe aus dem Gleichgewicht geraten. Ein Indiz dafür ist es, wenn die Entstehung eines Erschöpfungssyndroms nach einem – oft nicht einmal schwerwiegenden – Infekt auftritt.

Entstehung eines Erschöpfungssyndroms: Mitochondriopathie

Die Entstehung eines Erschöpfungssyndroms wird oft auch mit einer Mitochondriopathie in Verbindung gebracht. Dies ist eine Erkrankung der Mitochondrien. Mitochondrien sind Bestandteil der Zellen des menschlichen Körpers. Man kann sie in gewisser Weise als Kraftwerke bezeichnen, ist es doch ihre Aufgabe, den Sauerstoff aus unserer Atemluft, der über das Blut in die Zellen transportiert wird, in Energie umzuwandeln. Man spricht in diesem Zusammenhang von Zellatmung. Sind die Vorgänge in den Mitochondrien gestört, kann das vielfältige Krankheitsbilder zur Folge haben. Die Mitochondriopathie kann genetische Ursachen haben. Chronische Krankheiten oder Stress können diese begünstigen. In manchen Fällen tritt die Mitochondriopathie gemeinsam mit dem Erschöpfungssyndrom auf.

Symptome einer Mitochondriopathie

Zu den Krankheitszeichen einer Mitochondriopathie zählen:

  • Müdigkeit, Erschöpfung
  • Abwehrschwäche
  • Abnehmende Leistungsfähigkeit und Belastbarkeit
  • Übergewicht
  • · Chronische Organkrankheiten oder Organdegeneration
  • Stimmungsschwankungen
  • Störungen des Hormonhaushalts

Fedor Singer

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Diagnose Erschöpfungssyndrom

Um die Diagnose eines Erschöpfungssyndrom gesichert zu stellen, müssen andere Krankheiten, die die Erschöpfung verursachen können, mittels Laboruntersuchungen etc. ausgeschlossen werden. Dies liegt daran, dass es für das Erschöpfungssyndrom noch keine eindeutigen Tests gibt. Es erfolgt eine gründliche Anamnese, also ein Patientengespräch. Die Krankengeschichte wird herangezogen und die geistige und psychische Verfassung des Patienten wird geklärt. Der Arzt sucht nach typischen Symptomen der Erkrankung. Eine körperliche Untersuchung hilft, einzelne körperliche Symptome eines Erschöpfungssyndroms aufzudecken. Für die Diagnose einer Mitochondriopathie muss die Zellatmung überprüft werden. Dies geschieht im Rahmen von Laboruntersuchungen, z. B. anhand der LDH-Isoenzyme.

Unter Erschöpfungssyndrom versteht man einen länger als sechs Monate dauernden Zustand der Müdigkeit und Erschöpfung. Man spricht auch vom „Chronic Fatigue Syndrom“ (CFS). Mit Erholung oder Schlaf lässt sich das Erschöpfungssyndrom nicht beheben. Die Patienten sind in ihrer Leistungsfähigkeit und Belastbarkeit erheblich eingeschränkt. Die Lebensqualität leidet. Nicht selten sind Menschen mit Erschöpfungssyndrom ans Bett gefesselt. Oft haben Betroffene geschwollene Lymphknoten und Hals-, Gelenk- und/oder Muskelschmerzen. Auch Kopfschmerzen sind nicht ungewöhnlich. Das Gedächtnis und die Fähigkeit zur Konzentration können in Mitleidenschaft gezogen werden. An ein Erschöpfungssyndrom können sich Gereiztheit, Angststörungen oder Depressionen anschließen.

Therapie Erschöpfungssyndrom

Ein Erschöpfungssyndrom kann nach derzeitigem Kenntnisstand noch nicht vollständig geheilt werden. Man kann aber – je nach Patient – gegen die individuellen Symptome vorgehen. Oft muss eine Virusinfektion geheilt werden. Auch immunologische Therapien sind sinnvoll. Eine Schmerztherapie hilft z. B. gegen Gelenk- und Muskelschmerzen, eine Physiotherapie gegen die mangelnde Beweglichkeit. Bestimmte Psychopharmaka und Antidepressiva wirken aktivierend auf den Betroffenen. Ziel der orthomolekularen Ernährung ist es, dem Patienten bestimmte Vitalstoffe bzw. Nährstoffe, die er zur Gesunderhaltung oder zum Gesundwerden braucht, in hohen Dosierungen zuzuführen.