Informationen für Betroffene und Angehörige

Ratgeber Erschöpfungssyndrom

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Erschöpfungssyndrom
Therapie eines Erschöpfungssyndroms

Ein Erschöpfungssyndrom kann nach derzeitigem Kenntnisstand noch nicht vollständig geheilt werden. Man kann aber – je nach Patient – gegen die individuellen Symptome vorgehen. Oft muss eine Virusinfektion geheilt werden. Auch immunologische Therapien sind sinnvoll. Eine Schmerztherapie hilft z. B. gegen Gelenk- und Muskelschmerzen, eine Physiotherapie gegen die mangelnde Beweglichkeit. Bestimmte Psychopharmaka und Antidepressiva wirken aktivierend auf den Betroffenen. Ziel der orthomolekularen Ernährung ist es, dem Patienten bestimmte Vitalstoffe bzw. Nährstoffe, die er zur Gesunderhaltung oder zum Gesundwerden braucht, in hohen Dosierungen zuzuführen.

Therapie eines Erschöpfungssyndroms

Die Therapie eines Erschöpfungssyndroms ist schwierig, weil die Erkrankung nicht heilbar ist. Lediglich die Symptome können bei der Therapie eines Erschöpfungssyndroms behandelt werden. Im Verlaufe der Therapie eines Erschöpfungssyndroms können einzelne Symptome – aufgrund der Therapie oder auch aus anderen Gründen – abnehmen oder zunehmen, auch der Gesamtzustand des Betroffenen kann sich ändern. Schwankende Verläufe sind bei einem Erschöpfungssyndrom möglich.

Wegen dieser Unterschiede kann man keinen einheitlichen, für alle Patienten gültigen Vorschlag zur Therapie eines Erschöpfungssyndroms machen. Die Therapie eines Erschöpfungssyndroms muss individuell auf den einzelnen Patienten zugeschnitten sein. Etwa 2-6 Prozent der Betroffenen werden wieder vollständig gesund.

Therapie der Symptome eines Erschöpfungssyndroms

Bei der Therapie eines Erschöpfungssyndroms gilt es, etwaige Virusinfektionen zu behandeln oder Mangelzustände zu beenden. Oft ist es hilfreich, die Ernährung umzustellen. Immunologische Therapien können Linderung verschaffen. Ergänzend ist in manchen Fällen eine Physiotherapie sinnvoll. Entwickelt der Betroffene eine Depression, eine Angststörung oder eine andere psychische Problematik, ist eine Psychotherapie und eventuell eine Therapie mit Psychopharmaka notwendig.

Sportliche Betätigung ist zu empfehlen. Der Betroffen kann im Rahmen der Therapie eines Erschöpfungssyndroms durch Aktivität und Bewegung seinen Zustand bessern, auch wenn ihm dies schwerfällt. Man muss allerdings beobachten, wie der Patient auf die Anstrengung reagiert, denn sie kann die Symptomatik auch verschlimmern. Man sollte die eigene Belastungsgrenze nicht überschreiten, aber auch nicht deutlich unterschreiten.

Selbsthilfegruppen vermitteln den Kontakt mit Gleichgesinnten, schaffen Solidarität, Verständnis und sorgen für Informationsaustausch. Der Betroffene muss lernen, seine Erkrankung zu akzeptieren, seinem Energiehaushalt entsprechend zu leben und seine Grenzen anzunehmen (Energiemanagement). Der Effekt einer hinreichend langen und speziell auf die Symptomatik eines Erschöpfungssyndroms ausgelegten Verhaltenstherapie genießt in der Wissenschaft und in entsprechenden Studien hohes Ansehen. Auf medikamentöser Ebene helfen Schmerzmittel, z. B. gegen die Gelenk- und Muskelschmerzen oder auch aktivierende Psychopharmaka zur Steigerung der Aktivität.

Therapie einer Mitochondriopathie

Bei einer Mitochondriopathie sollte eine mögliche Schwermetallbelastung behandelt werden, ebenso wie Funktionsstörungen des Darms und etwaige Infektionen. Eine ausreichende Zufuhr von Energie (z. B. mittels Traubenzucker) und Flüssigkeit sollte gewährleistet sein.

Therapie eines Erschöpfungssyndroms und einer Mitochondriopathie mittels orthomolekularer Ernährung

Die orthomolekulare Medizin bzw. die orthomolekulare Ernährung hat zum Ziel, dem Menschen bestimmte Vitalstoffe oder Nährstoffe, die er zur Erhaltung oder Wiederherstellung der Gesundheit braucht, in hoher Konzentration zuzuführen. Im Falle eines Erschöpfungssyndroms und einer Mitochondriopathie sind dies vorwiegend folgende Stoffe:

  • Vitamin B12
  • Omega-3-Fettsäuren
  • Coenzym Q10 und andere

Fedor Singer

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Diagnose Erschöpfungssyndrom

Um die Diagnose eines Erschöpfungssyndrom gesichert zu stellen, müssen andere Krankheiten, die die Erschöpfung verursachen können, mittels Laboruntersuchungen etc. ausgeschlossen werden. Dies liegt daran, dass es für das Erschöpfungssyndrom noch keine eindeutigen Tests gibt. Es erfolgt eine gründliche Anamnese, also ein Patientengespräch. Die Krankengeschichte wird herangezogen und die geistige und psychische Verfassung des Patienten wird geklärt. Der Arzt sucht nach typischen Symptomen der Erkrankung. Eine körperliche Untersuchung hilft, einzelne körperliche Symptome eines Erschöpfungssyndroms aufzudecken. Für die Diagnose einer Mitochondriopathie muss die Zellatmung überprüft werden. Dies geschieht im Rahmen von Laboruntersuchungen, z. B. anhand der LDH-Isoenzyme.

Zur Entstehung eines Erschöpfungssyndroms gibt es verschiedene Vermutungen, aber noch keine gesicherten Erkenntnisse. Oft liegt eine genetische Veranlagung vor. Gehirnveränderungen und Stresshormone können die Krankheit auslösen. Die psychische Verfassung des Patienten spielt eine Rolle, ebenso etwaige Lebenskrisen oder Traumata aus der Kindheit. Stress beeinflusst die Krankheit negativ. Manche Forscher vermuten, dass ein Virus für das Erschöpfungssyndrom verantwortlich ist. Störungen des Immunsystems des Menschen kommen ebenfalls als Ursache infrage. Oft besteht ein Zusammenhang zwischen dem Erschöpfungssyndrom und einer Mitochondriopathie.

Unter Erschöpfungssyndrom versteht man einen länger als sechs Monate dauernden Zustand der Müdigkeit und Erschöpfung. Man spricht auch vom „Chronic Fatigue Syndrom“ (CFS). Mit Erholung oder Schlaf lässt sich das Erschöpfungssyndrom nicht beheben. Die Patienten sind in ihrer Leistungsfähigkeit und Belastbarkeit erheblich eingeschränkt. Die Lebensqualität leidet. Nicht selten sind Menschen mit Erschöpfungssyndrom ans Bett gefesselt. Oft haben Betroffene geschwollene Lymphknoten und Hals-, Gelenk- und/oder Muskelschmerzen. Auch Kopfschmerzen sind nicht ungewöhnlich. Das Gedächtnis und die Fähigkeit zur Konzentration können in Mitleidenschaft gezogen werden. An ein Erschöpfungssyndrom können sich Gereiztheit, Angststörungen oder Depressionen anschließen.